Rottweiler Hunde

Angeblich schon bei den Römern beliebt!

Die einen mögen ihn, wieder andere fürchten ihn ... es gibt wohl niemanden, dem die Rasse Rottweiler „egal“ ist. Tatsächlich ist es so, dass Rottweiler (obwohl es sich um ruhige, folgsame und ausgeglichene Tiere handelt) nur für Halter mit viel Hundeverstand in Betracht kommen. Denn die Tiere erreichen eine Schulterhöhe von etwa 65 Zentimetern, wobei sie leicht 50 (oder mehr) Kilogramm auf die Waage bringen!

Damit ist ein Rottweiler - gemessen an seiner Größe - ein durchaus stämmiger Bursche, der jedoch insgesamt „harmonisch“ daher kommt und niemals massig wirkt. Das überschwere Äußere anderer Rassen ist ihm fremd, wenngleich der Kopf bullig wirkt und die insgesamt rustikale Erscheinung unterstreicht.

Tatsächlich kann ein Rottweiler (der früher vermutlich als Wachhund sowie für Metzger und Viehhändler gezüchtet wurde) furchtlos zupacken und weiß, seine Familie und sein Revier zu schützen. Gut erzogen, sind diese Hunde jedoch weder bissig (noch Beller oder Streuner) und wissen sich oft bereits durch ihr Äußeres Respekt zu verschaffen!

Wie bei vielen anderen Rassen auch, liegt die Herkunft der Rottweiler im Dunkeln, wenngleich sie durch Begriffe wie „Molosser“ oder das heute so umstrittene Angst- und Haßwort „Kampfhund“ glorifiziert wurde. So sollen bereits die Römer von ihren Kriegszügen mastiff-artige Hunde (die als fähige Wächter und geschickte Jagdhelfer galten) mit in den sonnigen Süden gebracht und erfolgreich in ihr Imperium integriert haben ...

Als weitere Indizien für die Herkunft der Hunderasse gelten ein altes Zunftschild, das einen Metzger samt Ochsen und Rottweiler darstellt wie auch die namengebende Stadt Rottweil, die am Schnittpunkt alter Handelsstraßen liegt. Man darf also schon annehmen, dass die Hunde zum Viehtrieb (wie auch als Wächter) genutzt wurden, zumal sich der moderne Rottweiler auch heute noch - fast instinktiv -, „korrekt“ verhält und Herden treiben und (be)hüten kann, wenn er die Gelegenheit dazu bekommt.

Eine Abstammung von den so genannten „Bullenbeißern“, die zur Schwarzwildjagd, aber auch zur Hatz auf Bären oder Wölfe genutzt wurden (und nebenbei fähige Hütehunde waren), ist also zumindest nicht unwahrscheinlich.

Heute eignen sich die Hunde vor allem für sportliche und aktive Menschen, wobei zumindest ein Familienmitglied ausreichend Hundeerfahrung benötigt und das Tier konsequent erziehen muss. Als Schmusetier und Stubenhocker ist ein Rottweiler dagegen sicherlich fehlt am Platz und kann dann - wie auch verzogen -, in der Tat reichlich Probleme machen!