Hunde in Not

Heutzutage gibt es in Deutschland Jahr für Jahr immer mehr ausgesetzte Tiere. Jüngsten Einschätzungen zufolge landen jährlich ca. 500000 Tiere auf der Straße.

Vor allem Hunde werden immer wieder ausgesetzt. Menschen lassen sich von knuddeligen Welpen begeistern, lassen aber dann, wenn ihnen die Verantwortung über den Kopf wächst, einfach die Hände fallen und nehmen den vermeintlich einfachsten Weg. Sie setzen den vormals so geliebten Schützling schnurstracks vor die Tür.

Vielen Hunden, die in Not geraten sind, wird schnell geholfen. Es finden sich genügend Tierliebhaber, die den obdachlos gewordenen Tieren ein neues Zuhause bieten.

Doch nicht alle Hunde in Not sind ausgesetzte Tiere. Oft genug passiert es, dass Hunde weglaufen oder sich verirren. Ein Hund, der in einem fürsorglichen Haushalt aufgewachsen ist, kann nur schlecht für sich selbst sorgen. Abgemagert und krank werden diese Streuner aufgefunden.

In Tierheimen kümmert man sich dann um die in Not geratenen Vierbeiner. Sie werden medizinisch versorgt und aufgepäppelt. Insofern ein Chip vorhanden ist, gelingt es auch meistens den Besitzer ausfindig zu machen.

In Deutschland ist ein streunender Hund aber ein relativ seltener Anblick. In unseren Nachbarstaaten, wie Polen oder Tschechien sind frei laufende, herrenlose Hunde ein trauriges Alltagsbild. Hunde in Not gehören hier zum Straßenbild und wundern keinen. Keiner kümmert sich auch um diese Tiere. In ländlichen Gegenden werden sie einfach erschossen, denn Meuten von streunenden Hunden reißen oftmals auch größere Tiere und stellen auch für Menschen eine Gefahr dar.

Um solche Vorfälle zu vermeiden reisen auch deutsche Tierärzte in Länder wie Polen oder Rumänien um den Hunden in Not zu helfen. Sie leisten die nötige medizinische Hilfe und unterstützen die vielerorts überfüllten und schlecht ausgestatteten Tierheime.

In einigen Fällen finden die Hunde gleich ein neues Zuhause. Sie werden an Menschen in Deutschland vermittelt und erhalten so die Chance dem trostlosen Hundeleben in ihrer Heimat zu entkommen.