Wenn Rottweiler Welpen in ein neues Heim einziehen

Natürlich spielt es keine Rolle, ob nun ein Rottweiler oder ein Welpe einer anderen Rasse bei uns einzieht: Das „Drumherum“ und die Vorbereitung auf das neue Familienmitglied bleiben sich gleich!

Wie bei der Anschaffung eines jeden Tieres, stehen zunächst einige grund-legende Fragen. Wobei auch das leidige Thema „Geld“ eine Rolle spielt. Denn gerade bei größeren Tieren wie Hunden, Katzen oder gar Pferden ist es - im Gegensatz zu Zierfischen -, mit den einmaligen Anschaffungskosten beileibe nicht getan. Ganz im Gegenteil ist es so, dass die laufenden Futter-, Tierarzt- und Versicherungskosten im Verlauf des Hundelebens den einmaligen Kaufpreis bei weitem übersteigen.

Dazu kommt die Steuer (die je nach Gemeinde unterschiedlich hoch ist), so dass Hunde - das muss man wohl so sehen -, ein teures Hobby darstellen.

Natürlich sollten Fressnapf, ein Körbchen oder eine Schlafdecke wie auch die Leine in passender Größe schon vor dem Einzug des Kleinen angeschafft werden ...

Zudem gilt es, einige wichtige Fragen vorab zu klären: Wo soll der Welpe schlafen, und welche Räume darf er betreten? Denn Konsequenz ist das A und O einer jeden Erziehung, und wer dem süßen Welpen Bett oder Couch gestattet, muss damit leben, diese auch später mit (s)einem erwachsenen Rottweiler zu teilen!

Natürlich sollte zudem vorab geklärt sein, wer den Hund wann Gassi führt und wer genau welche Pflichten übernimmt. Dabei muss jedoch von Anfang an klar sein, dass kein Kind einen Rottweiler zuverlässig führen kann; nicht umsonst wird das Ausführen größerer Hunde durch (kleinere) Kinder von vielen Verwaltungen und Gemeinden verboten!

Auch für die Rückfahrt vom Züchter in`s neue Heim sollte man allzu großen Trubel vermeiden. Eine gute Lösung sind hier zwei Erwachsene, wobei einer auf den Rücksitzen Platz nimmt und den kleinen Kerl auf dem Arm hat ...

Sehr zu empfehlen ist ein alter Lappen - quasi als Spucktuch -, da den meisten Junghunden, die das Autofahren (noch) nicht gewöhnt sind, rasch schlecht wird.

Zu Hause angekommen, führt man den Welpen nicht sofort ins Haus, sondern statt dessen in den Garten oder auf eine Wiese, wo er sich später regelmäßig lösen soll. Gelingt das, ist die erste Hürde genommen, und der Kleine kann über alle Maßen gelobt werden.

Dennoch muss man jederzeit damit rechnen, dass bald ein erstes Bächlein oder Häufchen die Wohnung „verschandelt“ und die erste Freude eine wenig eintrübt.

Das mag auch für die ersten Nächte gelten. Denn viele Welpen vermissen die Mutter, so dass sie jämmerlich zu fiepen anfangen.

Abhilfe schaffen eine lau-warme Wärmeflasche und/oder ein alter Wecker, die Herzschlag und Körperwärme der Mutter imitieren. Ansonsten jedoch sollte man nicht zu viel Aufhebens um den Trennungsschmerz machen und den Kleinen, wenn er es zu toll treibt, auch schon mal, wenngleich freundlich, zurechtweisen!

Verantwortungsbewusste Züchter werden jedem Käufer zudem eine Probe des Futters, an das die Welpen gewöhnt sind, mitgeben. So hat man einen kleinen Vorrat für die ersten Fütterungen.

Umstellen sollte man dieses Futter allenfalls nach Rücksprache mit dem Tierarzt und aus einem triftigen Grund, sonst droht ein Durchfall, den der Kleine (selbst wenn er schon ein wenig stubenrein sein sollte!) sicherlich nicht mehr im Griff hat.

Wer sich einen Hund zulegen möchte, sollte sich auch darüber im Klaren sein, dass ein Hund viel Freiraum braucht. Gerade Welpen sind sehr verspielt. Ein Garten wäre von Vorteil, wenn man sich einen Hund zulegt. Vielleicht sogar ein Gartenhaus günstig ankaufen und der Hund kann im Sommer die lauen Nächte an der frischen Natur genießen. Nicht jeder Hund eignet sich als Haushund. Gerade große Hunde brauchen Auslauf und das nicht nur zwei oder dreimal beim Gassi gehen.